Wir freuen uns über jede Unterstützung für das Projekt!
Der Verein Freunde der Natur Hüfingen e.V. ist als gemeinnützig vom Finanzamt anerkannt und ist beim Amtsgericht Freiburg in das Vereinsregister unter der Nummer VR 703285 eingetragen. Die Steuernummer ist 22101/42953.

Freunde der Natur e.V.
DE11 6945 0065 0151 0739 22
SOLADES1VSS
Sparkasse Schwarzwald-Baar

Was wir bereits umgesetzt haben
Vor der ausführlichen Projektbeschreibung möchten wir hier fortlaufend dokumentieren, was im Rahmen von Together for Bats! bereits umgesetzt wurde oder sich gerade in der Umsetzung befindet. So können Förderer, Unterstützer und alle Interessierten mitverfolgen, wie sich das Projekt entwickelt und wofür die bereitgestellten Mittel eingesetzt werden.
Hinweis zu Fotos
Wir veröffentlichen grundsätzlich keine Fotos, auf denen Kinder erkennbar abgebildet sind. Auch bei Veranstaltungen im Rahmen des Projekts achten wir darauf, die Privatsphäre der teilnehmenden Kinder zu schützen.
2026
8. September 2026 – Fledermausspaziergang im Rahmen des Kinderferienprogramms der Stadt Hüfingen
Zum Auftakt unseres Fledermausprojekts haben wir am 8. September im Rahmen des Hüfinger Kinderferienprogramms einen Fledermausspaziergang angeboten. Gemeinsam haben wir uns auf die Suche nach den nächtlichen Jägern gemacht und dabei auch erste Einblicke in die geplante Fledermauserfassung mit Bat-Detektoren gegeben.
Projektbeschreibung Fledermausprojekt Stand 19. Oktober 2026
Die im Südschwarzwald vorkommenden rund 23 Fledermausarten erfüllen wichtige Funktionen im Naturhaushalt. Als Insektenfresser tragen sie zur Regulation von Insektenbeständen bei und sind ein bedeutender Bestandteil unserer heimischen Artenvielfalt. Alle einheimischen Fledermausarten sind streng geschützt. Dennoch sind ihre Lebensräume und Quartiere vielerorts gefährdet. Neben konkreten Schutzmaßnahmen ist deshalb auch eine größere Akzeptanz für den Fledermausschutz in der Bevölkerung notwendig.
Wissen schaffen – Fledermausvorkommen erfassen
Für den Raum Hüfingen und die Baar fehlt bislang eine ausreichende aktuelle Datengrundlage zu den vorkommenden Fledermausarten und ihren Jagdlebensräumen. Damit fehlen wichtige Voraussetzungen, um Schutzmaßnahmen gezielt zu planen und ihre Wirksamkeit langfristig beurteilen zu können.
Die Freunde der Natur Hüfingen e.V. möchten deshalb mit Bat-Detektoren die Fledermausaktivität erfassen und Hinweise auf vorkommende Arten und genutzte Jagdlebensräume gewinnen. Die Aufnahmen sollen fachlich ausgewertet und die Ergebnisse für die weitere Naturschutzarbeit genutzt werden. Mehrere Geräte ermöglichen Untersuchungen an unterschiedlichen Standorten und die Beteiligung interessierter Menschen an gemeinsamen Erfassungsaktionen. Ergänzend sind Nachtführungen und Informationsangebote geplant, bei denen die faszinierende Lebensweise der Fledermäuse vermittelt wird.
Quartiere schaffen und Lebensräume vernetzen
Fledermäuse benötigen geeignete Tages- und Fortpflanzungsquartiere sowie strukturreiche Jagdgebiete. Alte Bäume bieten mit Höhlen, Rissen und Spalten wichtige Unterschlupfmöglichkeiten. Auch Gebäude können wertvolle Quartiere beherbergen. Durch Sanierungen und energetische Modernisierungen gehen jedoch häufig Einflugmöglichkeiten und geeignete Spalten verloren. Gleichzeitig werden durch die Beseitigung alter Bäume und Gehölzstrukturen wichtige Lebensräume und Verbindungen zwischen ihnen beeinträchtigt.
Um zusätzliche Quartiermöglichkeiten zu schaffen, sollen Fledermauskästen an geeigneten Bäumen und Gebäuden sowie an eigens dafür vorgesehenen Stelen angebracht werden. Ergänzend sollen heimische Gehölze gepflanzt und bestehende Lebensraumstrukturen verbessert und miteinander vernetzt werden. Ein kleiner Weidenlehrpfad mit heimischen Wildweiden soll dabei auch die Bedeutung dieser Gehölze für Insekten und die biologische Vielfalt vermitteln.
Entscheidend ist das Zusammenspiel der Maßnahmen: Geeignete Quartiere allein reichen nicht aus, wenn Nahrung und sichere Verbindungen zwischen den Lebensräumen fehlen. Da sich heimische Fledermäuse von Insekten ernähren, sind insektenreiche Lebensräume und eine vielfältige Landschaft für ihren Schutz unverzichtbar.
Gemeinsam handeln – das internationale Workcamp 2027
Ein zentraler Bestandteil des Projekts sind zwei internationale Projektwochen in Zusammenarbeit mit dem IBG (Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten e.V.) im Sommer 2027. Freiwillige aus verschiedenen Ländern sollen gemeinsam mit dem Verein praktische Naturschutzmaßnahmen umsetzen. Geplant ist insbesondere die Anfertigung von Fledermauskästen und deren Montage an geeigneten Standorten.
Für die Umsetzung werden Materialien für den Bau und die Befestigung der Kästen sowie geeignete Werkzeuge und Ausrüstung benötigt. Die Projektwochen verbinden praktische Artenschutzarbeit mit internationalem Austausch und Umweltbildung. Sie machen Naturschutz unmittelbar erfahrbar und ermöglichen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten, gemeinsam einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu leisten.
Langfristige Wirkung
Das Projekt verbindet die Erfassung von Fledermausvorkommen mit konkreten Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. Die gewonnenen Daten sollen als Grundlage für weitere Schutzmaßnahmen dienen. Die geschaffenen Quartiere und verbesserten Lebensraumstrukturen sollen über die Projektlaufzeit hinaus erhalten und betreut werden. Durch die Beteiligung von Vereinsmitgliedern, Freiwilligen und interessierten Menschen soll zugleich das Wissen über Fledermäuse wachsen und das Engagement für ihren Schutz gestärkt werden.
Bausteine Fledermausprojekt
Kartierung/Erfassung
Ziel:
- Abschätzung der Fledermaus-Vorkommen
Maßnahmen:
- Auswertung verfügbarer Unterlagen
- Erhebungen im Gelände mit interessierter Öffentlichkeit (Citizens Science)
- Verifizierung durch Fledermausexperten
Verbesserung der Lebensräume

Ziel:
- Erhöhung des Angebotes an Quartieren (tagsüber Schutz, Brutplätze und Ruheplätze)
- Verbesserung des Nahrungsangebotes
- Optimierung von Leitstrukturen
Maßnahmen:
- Pflanzung von Weiden als Insektenfutter und -lebensraum.
- Bau und Anbringung von ca. 50 Fledermauskästen
- Ergänzungspflanzungen in Hecken
- Aufstellung von Fledermausstelen (sofern baurechtlich umsetzbar)
Weidenprojekt
Bäume mit Herkuftsnachweis für die Region Hüfingen (VKG 5.1)
Heimische Weidenarten:
Salweide (Salix caprea)
Silberweide (Salix alba)
Bruchweide (Salix fragilis)
Korbweide (Salix viminalis)
Purpurweide (Salix purpurea)
Mandelweide (Salix triandra)
Grauweide (Salix cinerea)

Fläche:
Nach Absprache mit Biotopbeauftragtem Johannes Geißler.
Infotafel
Am Weidenlehrpfad soll eine Infotafel angebracht werden.
Öffentlichkeitsarbeit
Ziel
- Sensibilisierung der Bevölkerung
- Vermittlung von Wissen über Fledermäusen
- Erhöhung der Akzeptanz von Fledermäusen
Maßnahmen
- Auftaktveranstaltung (allgemeiner Vortrag über Fledermäuse, Vorstellung des Projektes)
- Ausstellung (z.B. im Rathaus)
- Öffentliche Führungen für Erwachsene (Vermittlung von )
- Öffentliche Führung für Kinder (vorkommender Arten mittels Detektor)
- Angebot von Informationsmaterial über Fledermäuse
- Infotafel am Weidenprojekt
- Ergänzende Pressearbeit
Together for Bats!

Unter diesem Motto finden im Sommer 2027 zwei internationale Projektwochen statt. Gemeinsam mit der IBG (Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten e.V.https://ibg-workcamps.org) bringen wir junge Menschen aus verschiedenen Ländern mit Bürgerinnen und Bürgern aus der Region zusammen.
Die 15 internationalen Volunteers bauen gemeinsam mit allen Interessierten Fledermauskästen, bringen diese an geeigneten Standorten an. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, gemeinsames Lernen und die Begeisterung für den Natur- und Artenschutz.
Die Projektwochen sind bewusst niedrigschwellig angelegt. Kinder, Jugendliche, Familien, Vereine, Menschen mit Behinderung und alle Naturinteressierten sind eingeladen, sich einzubringen .
Die fertigen Fledermauskästen werden gemeinsam aufgehängt. Dabei möchten wir möglichst viele Menschen für den Fledermausschutz und die Bedeutung vernetzter Lebensräume sensibilisieren. Gleichzeitig entstehen neue Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und Fähigkeiten.
Internationales Workcamp in Hüfingen
Der inklusive Fledermauszirkus wird voraussichtlich erst im Jahr 2029 stattfinden können, da 2027 die Ressourcen fehlen.
IBG-Workcamp „Together for Bats!“
Zeitraum: 9.–25. Juli 2027
Unterkunft: Bürgerhaus Krone / Jugendhaus der Stadt Hüfingen
Arbeitsplatz am kleinen Festplatz: zum Bauen und Vorbereiten der Fledermauskästen während der IBG-Projektwochen.
Fledermausstelen![]()
Freistehende Fledermausstelen bieten ein gebäudeunabhängiges Quartiersangebot für spaltenbewohnende Arten.
Die Konstruktion ist speziell auf Fledermäuse abgestimmt, die typischerweise hinter Fensterläden, Holzverkleidungen oder in Zwischendächern leben. Auf begrenztem Raum entstehen durch einen Materialmix unterschiedliche Spalträume mit hohen Temperaturunterschieden. Dies ermöglicht es den Tieren, im Frühjahr schnell erwärmende Bereiche zu nutzen und in heißen Sommern kühlere Hangplätze aufzusuchen. Die Stele ist extrem stabil sowie langlebig gebaut und schützt die Fledermäuse vor Vandalismus und Prädatoren. Diese Neuentwicklung fokussiert sich primär auf die Mops-, Nord- und Mückenfledermaus. Die Konstruktion eignet sich zudem für die Zwergfledermaus und weitere Spaltenarten. Weitere Infos unter:http://www.fledermaus-dietz.de/Projekte/Projekte.htm
Artenschutzhäuschen für Fledermäuse und Gebäudebrüter
Das Artenschutzhaus soll Fledermäusen, Mauerseglern und Schwalben dauerhaft Quartiere bieten und gleichzeitig als anschauliches Beispiel für praktischen Natur- und Artenschutz dienen. Das „Haus der Vielfalt“ steht dabei nicht nur für die Vielfalt der Arten, sondern auch für die Vielfalt der Menschen, die sich im Projekt Together for Bats! Engagieren.

Das Artenschutzhäusschen kommt erst in der 2. Phase ab 2028.
Großer Abendsegler am Kofenweiher
Nach meiner Einschätzung könnte es sich um Große Abendsegler handeln. Eine sichere Bestimmung allein anhand des Videos ist jedoch nicht möglich, aber er jagt häufig hoch und schnell im freien Luftraum, oft über Gewässern wie dem Kofenweiher.
Er fliegt schon in der Dämmerung, oft bevor es richtig dunkel wird und sein Flug wirkt kraftvoll, geradlinig und schnell. Also Große Abendsegler sind dafür bekannt, regelmäßig über Seen und Weihern Insekten zu jagen. Große Mausohren hingegen jagen überwiegend bodennah über Wiesen oder im lichten Wald, ihr Flug wirkt etwas langsamer und wendiger.
Der Film zeigt, wie wertvoll dieser Bereich für Fledermäuse sein kann. Umso mehr bestärkt uns diese Beobachtung in unserem Vorhaben, im Rahmen unseres Projekts „Together for Bats!“ den Lebensraum der Tiere weiter zu verbessern und in unmittelbarer Nähe ein „Haus der Vielfalt“ als Quartier für Fledermäuse und Gebäudebrüter zu schaffen.
Sobald wir einen bat detector haben werden wir die Art genauer bestimmen.
Geplanter Projektstandort am Kofenweiher (Google Maps):
https://maps.app.goo.gl/puh7bsKUtUjTmMyc9
Together for Bats!


